Adduktorenzerrung behandeln: Hilfe bei Schmerzen in der Leiste und Oberschenkel

Spüren Sie einen plötzlichen, stechenden Schmerz in der Leistengegend, der Sie beim Sport oder sogar beim Treppensteigen ausbremst? Eine solche Einschränkung deutet häufig auf eine Verletzung der inneren Oberschenkelmuskulatur hin, weshalb Sie eine hartnäckige Adduktorenzerrung behandeln lassen sollten. Oft bleibt die Unsicherheit, ob es sich nur um eine leichte Überlastung oder um eine schwerere Schädigung handelt. Eine präzise fachärztliche Abklärung ist hierbei unerlässlich, um langwierige chronische Beschwerden zu verhindern. Das Stoßwellenzentrum NRW bietet Ihnen eine moderne, nicht-invasive Option, um den natürlichen Heilungsprozess gezielt und schonend zu unterstützen.

Das Wichtigste in Kurzform

  • Definition: Eine Adduktorenzerrung ist eine schmerzhafte Überdehnung oder Mikroverletzung der Muskelgruppe an der Innenseite des Oberschenkels.
  • Leitsymptome: Typische Beschwerden äußern sich durch ziehende Schmerzen in der Leiste, am Schambein oder entlang der Oberschenkelinnenseite.
  • Hauptursache: Häufig entsteht die Verletzung beim Sport durch schnelle Richtungswechsel, abruptes Abstoppen oder kraftvolle Schussbewegungen.
  • Heilungsdauer: Die Genesung richtet sich nach dem Schweregrad; leichte Verläufe heilen in wenigen Wochen, während schwere Verletzungen Monate beanspruchen können.
  • Diagnostik: Eine exakte Differenzialdiagnose ist wichtig, um die Zerrung von einem Muskelfaserriss, Leistenbruch oder einer Schambeinentzündung abzugrenzen.
  • Therapie-Option: Die Stoßwellentherapie kann im Stoßwellenzentrum NRW bei verzögerter Regeneration oder chronischen Sehnenansatzreizungen als wertvoller Baustein eingesetzt werden.

Was ist eine Adduktorenzerrung?

Die Adduktoren an der Oberschenkelinnenseite ziehen das Bein aktiv zur Körpermitte und stabilisieren Becken sowie Hüfte. Werden diese empfindlichen Muskelstrukturen überdehnt, entsteht eine schmerzhafte Adduktorenzerrung beziehungsweise Leistenzerrung. Dabei kommt es zu mikroskopisch kleinen Geweberissen, ohne dass der Muskel komplett reißt. Für eine erfolgreiche Behandlung muss vorab der genaue Grad dieser Muskelverletzung exakt diagnostiziert werden.

Symptome einer Adduktorenzerrung

Die Symptome einer Adduktorenverletzung machen sich meist unmittelbar während einer Belastung bemerkbar und schränken die Bewegungsfähigkeit stark ein. Betroffene klagen primär über einen akut einsetzenden, ziehenden oder stechenden Schmerz direkt in der Leistenregion oder an der Innenseite des Oberschenkels. Dieser Schmerz verstärkt sich typischerweise spürbar, wenn das Bein gegen Widerstand herangezogen oder passiv nach außen gespreizt wird. Je nach Schweregrad kann es zudem zu einem lokalen Druckschmerz entlang der Sehnenansätze am Schambein kommen. Bei ausgeprägten Zerrungen sind auch leichte Schwellungen, sichtbare Blutergüsse sowie ein spürbarer Kraftverlust im betroffenen Bein keine Seltenheit.

Typische Symptome auf einen Blick

  • Akuter, ziehender oder stechender Schmerz in der Leistenregion
  • Schmerzen an der Oberschenkelinnenseite sowie am Schambein (Sehnenansatz)
  • Zunahme der Beschwerden beim Spreizen oder Heranziehen des Beins
  • Verstärkung der Schmerzen bei sportlichen Bewegungen wie Sprints oder Schüssen
  • Ausgeprägter Druckschmerz entlang des Verlaufs der Adduktorenmuskulatur
  • Eingeschränkte Beweglichkeit im Hüftbereich und eventuell leichter Kraftverlust
  • Gegebenenfalls minimale Schwellungen oder Blutergüsse bei stärkeren Zerrungen

Ursachen und Risikofaktoren

Die Ursachen für eine Adduktorenverletzung liegen meist in abrupten, unvorhersehbaren Bewegungsabläufen, wie sie vor allem im dynamischen Sportbereich vorkommen. Insbesondere Sportarten wie Fußball, Tennis, Hockey oder intensives Krafttraining fordern den Adduktoren durch schnelle Richtungswechsel, Sprints und plötzliche Abstoppmanöver Höchstleistungen ab. Begünstigt wird eine Zerrung häufig durch ein unzureichendes Aufwärmprogramm, verkürzte Muskelstrukturen oder muskuläre Dysbalancen zwischen Rumpf, Gesäß und Oberschenkeln. Auch eine Fehlstatik des Beckens oder ein zu rascher Trainingsaufbau erhöhen das Verletzungsrisiko im Alltag und beim Training signifikant. Nicht selten führen zudem unvollständig ausgeheilte Vorverletzungen und ein verfrühter Wiedereinstieg zu wiederkehrenden Beschwerden.

Adduktorenzerrung, Leistenzerrung oder Adduktorenverletzung?

In der medizinischen Praxis und im allgemeinen Sprachgebrauch werden die Begriffe rund um Schmerzen in der Leiste oft nicht trennscharf verwendet. Während der Begriff „Adduktorenzerrung“ präzise die betroffene Muskelgruppe an der Innenseite des Oberschenkels bezeichnet, beschreibt die „Leistenzerrung“ eher die grobe Schmerzregion. Unter dem Oberbegriff „Adduktorenverletzung“ werden wiederum verschiedene Schweregrade zusammengefasst, die von der einfachen Überdehnung bis hin zum echten Muskelfaserriss reichen. Ein chronischer Reizzustand direkt am Sehnenansatz wird hingegen fachlich korrekt als Adduktorensyndrom bezeichnet. Die präzise Unterscheidung dieser Begrifflichkeiten hilft Betroffenen, die genaue Ursache ihrer Beschwerden besser zu verstehen und gezielter zu behandeln.

Begriff Bedeutung
Adduktorenzerrung Reine Überdehnung der Adduktorenmuskulatur ohne strukturellen Riss.
Leistenzerrung Schmerzhaftes Beschwerdebild in der Leistenregion, das meist durch die Adduktoren ausgelöst wird.
Adduktorenverletzung Übergeordneter Begriff für Zerrungen, Muskelfaserrisse oder Sehnenreizungen in diesem Bereich.
Adduktorensyndrom Eine meist chronische Überlastung und Reizung direkt am Sehnenansatz des Schambeins.

Adduktorenzerrung oder etwas anderes? Wichtige Abgrenzungen

Nicht jeder Schmerz im Bereich der Leiste ist auf eine einfache Zerrung zurückzuführen, weshalb eine sorgfältige differenzialdiagnostische Abklärung unverzichtbar ist. Die Beschwerden können beispielsweise auch durch einen echten Muskelfaserriss, eine Schambeinentzündung oder eine sogenannte Sportlerleiste (weiche Leiste) verursacht werden. Ebenso müssen ein klassischer Leistenbruch, Erkrankungen des Hüftgelenks sowie ausstrahlende Nervenreizungen aus der Lendenwirbelsäule sicher ausgeschlossen werden. 

Im Stoßwellenzentrum NRW legen wir daher allerhöchsten Wert auf eine präzise Diagnose, um Fehldiagnosen und unwirksame Therapien von vornherein zu vermeiden. Eine pauschale Behandlung ohne gesicherte Ursachenforschung führen wir im Sinne Ihrer Gesundheit und einer nachhaltigen Genesung nicht durch.

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Diagnose: Wie wird eine Adduktorenzerrung festgestellt?

Die exakte Diagnose einer Adduktorenzerrung basiert auf einer strukturierten Kombination aus einer ausführlichen Patientenhistorie und einer gezielten körperlichen Untersuchung. Im Erstgespräch analysiert der Arzt den genauen Unfallhergang, typische Bewegungsmuster Ihrer Sportart sowie die Intensität und den Verlauf der Schmerzen. Anschließend erfolgt eine körperliche Tast- und Funktionsprüfung, bei der vor allem der Schmerz durch das Heranziehen des Beins gegen Widerstand provoziert wird. Um strukturelle Schäden wie Muskelfaserrisse sichtbar zu machen oder einen Leistenbruch auszuschließen, kommen bildgebende Verfahren wie Ultraschall oder im Zweifelsfall ein MRT zum Einsatz. Im Stoßwellenzentrum NRW steht vor jeder therapeutischen Maßnahme diese gründliche Einordnung der Schmerzursache, um einen optimalen Heilungserfolg zu ebnen.

Wie lange dauert eine Adduktorenzerrung?

Die Dauer des Heilungsprozesses bei einer verletzten Adduktorenmuskulatur variiert stark und hängt maßgeblich vom Ausmaß der vorliegenden Gewebeschädigung ab. Als grobe Orientierung gilt, dass eine leichte Zerrung bei konsequenter Schonung häufig innerhalb von ein bis zwei Wochen abklingt. Bei mittelschweren Verläufen müssen Betroffene je nach Befund meist mit einer Regenerationszeit von zwei bis vier Wochen rechnen. Größere Verletzungen oder begleitende Muskelfaserrisse erfordern oft eine deutlich längere Trainingspause von sechs bis acht Wochen oder sogar mehr. Wichtig ist zu beachten, dass Schmerzfreiheit im Alltag nicht automatisch die Freigabe für sportliche Höchstbelastungen bedeutet, da ein zu früher Wiedereinstieg das Risiko für Rückfälle massiv erhöht.

Heilungsdauer nach Schweregrad im Überblick

  • Leichte Zerrung (Grad I): 1 bis 2 Wochen (vollständige Regeneration bei frühzeitiger Schonung)
  • Mittelschwere Zerrung (Grad II): 2 bis 4 Wochen (moderater Belastungsaufbau und Physiotherapie empfohlen)
  • Schwere Zerrung / Muskelfaserriss (Grad III): 6 bis 8 Wochen oder länger (oftmals intensive, fachärztlich begleitete Rehabilitation notwendig)

Was hilft bei einer Adduktorenzerrung?

Die erfolgreiche Therapie einer Adduktorenzerrung erfordert ein strukturiertes Vorgehen, das sich eng am jeweiligen Heilungsstadium des Muskelgewebes orientiert. Direkt nach dem verletzenden Ereignis steht die Akutversorgung im Vordergrund, um Schwellungen und Gewebeeinblutungen effektiv zu minimieren. Im weiteren Verlauf zielt die Behandlung darauf ab, die Elastizität der Muskulatur wiederherzustellen und die Belastbarkeit schrittweise aufzubauen. Dabei gilt es, sowohl physiotherapeutische Maßnahmen als auch gezielte Verhaltensregeln im Alltag diszipliniert einzuhalten. Eine unüberlegte oder zu hastige Therapie kann den Heilungsverlauf empfindlich stören und zu chronischen Beschwerden führen.

Akutphase: PECH-Regel und Sportpause

Unmittelbar nach dem Auftreten der ersten Schmerzen muss die sportliche Aktivität sofort eingestellt und die bewährte PECH-Regel konsequent angewendet werden. Durch eine sofortige Pause wird verhindert, dass weitere Muskelfasern geschädigt werden und sich die Verletzung verschlimmert. Ein regelmäßiges, aber moderates Kühlen der betroffenen Leistenregion verengt die Blutgefäße, was Schwellungen und Entzündungsreaktionen effektiv eindämmt. Ein leichter Kompressionsverband kann zusätzlich helfen, den betroffenen Bereich zu stabilisieren und Schmerzen zu lindern, während das Hochlagern des Beins den Lymphabfluss unterstützt. In dieser sensiblen Akutphase sollte strikt auf aggressive Dehnungsübungen verzichtet werden, da diese das verletzte Gewebe nur weiter auseinanderreißen würden. Zudem ist dringend davon abzuraten, Schmerzmittel als vermeintlichen Freifahrtschein für eine verfrühte Rückkehr zum Training zu missbrauchen.

  • P – Pause: Sofortige körperliche Schonung und das Einstellen aller sportlichen Aktivitäten, um das betroffene Gewebe direkt zu entlasten.
  • E – Eis: Kühlung des schmerzenden Bereichs für 15 bis 20 Minuten mittels Coldpack oder Eis (nicht direkt auf die nackte Haut legen), um Schwellungen einzudämmen.
  • C – Compression (Kompression): Anlegen eines elastischen Kompressionsverbands mit moderatem Druck, um einer Ausbreitung von Hämatomen entgegenzuwirken.
  • H – Hochlagern: Höherlagerung des betroffenen Beins (soweit möglich), um den venösen Rückfluss und den Abtransport von Flüssigkeit zu erleichtern.

Reha-Phase: Mobilisation, Physiotherapie und Belastungsaufbau

Sobald die akuten Schmerzen abgeklungen sind, beginnt die wichtige Reha-Phase, die den Übergang zur schmerzfreien Alltags- und Sportbelastung ebnet. Im Mittelpunkt stehen hierbei physiotherapeutische Maßnahmen, die die Durchblutung fördern und die Regeneration der verletzten Muskelfasern aktiv unterstützen. Durch sanfte, kontrollierte Mobilisation wird verhindert, dass das neu gebildete Narbengewebe verklebt und die Elastizität des Muskels dauerhaft einschränkt. Erst im weiteren Verlauf wird mit einem gezielten, schrittweisen Kraftaufbau der Adduktoren sowie der stabilisierenden Rumpf- und Beckenmuskulatur begonnen. Dieser progressive Belastungsaufbau muss unbedingt schmerzfrei erfolgen und eng mit dem Therapeuten abgestimmt werden, um Überlastungen zu vermeiden. Erst wenn die volle Beweglichkeit und Kraft schmerzfrei abgerufen werden können, ist ein strukturierter Wiedereinstieg in den Sport ratsam.

Was man vermeiden sollte

Um langwierige Komplikationen zu verhindern, gilt es einige typische Fehler während des Heilungsprozesses zu vermeiden. Zu den größten Risikofaktoren gehört ein zu früher Wiedereinstieg mit Sprints, abrupten Richtungswechseln oder kraftvollen Schüssen, solange das Gewebe noch nicht voll belastbar ist. Auch ein erzwungenes, tiefes Dehnen direkt in den Schmerz hinein kann die Gewebeheilung verzögern und zu chronischen Reizzuständen führen. Stechende Schmerzen während einer Bewegung sollten keinesfalls ignoriert oder übergangen werden. Ebenso nachteilig ist ein Verzicht auf begleitendes Stabilitäts- und Rumpftraining, da verbleibende muskuläre Dysbalancen eine erneute Zerrung begünstigen können. Bei anhaltenden oder sehr starken Leistenschmerzen sollte nicht auf eine Selbstdiagnose vertraut, sondern zeitnah fachärztlicher Rat eingeholt werden.

Stoßwellentherapie bei Adduktorenzerrung

Bei frischen, unkomplizierten Zerrungen stehen zunächst konsequente Entlastung und klassische Rehabilitationsmaßnahmen im Vordergrund. Wenn die Beschwerden jedoch länger anhalten, die Regeneration stagniert oder ausgeprägte Sehnenansatzreizungen im Sinne eines Adduktorensyndroms vorliegen, kann die Stoßwellentherapie eine sinnvolle Unterstützung bieten. Die hochenergetischen Schallwellen regen die Durchblutung sowie die Stoffwechselaktivität im Gewebe an und können so die körpereigenen Regenerationsprozesse schonend aktivieren. Diese moderne Methode wird bei geeigneter Ausgangslage und nach einer genauen fachärztlichen Diagnostik als Teil eines individuellen Behandlungskonzepts eingesetzt. Da das Verfahren vollkommen nicht-invasiv und ambulant durchgeführt wird, entstehen für Sie keinerlei operationsbedingte Ausfallzeiten im Alltag.

Ablauf der Behandlung im Stoßwellenzentrum NRW

Der Ablauf im Stoßwellenzentrum NRW zeichnet sich durch ein klar strukturiertes, patientenorientiertes und fachärztlich begleitetes Vorgehen aus. Unser oberstes Ziel ist es, Ihnen eine maßgeschneiderte Therapie anzubieten, die genau auf Ihre individuelle Schmerzursache und Ihren sportlichen Alltag abgestimmt ist. Durch die Kombination moderner Diagnostik mit innovativen Therapieverfahren begleiten wir Sie Schritt für Schritt zurück in die schmerzfreie Bewegung. Die Behandlung gliedert sich dabei in sechs wesentliche und aufeinander aufbauende Phasen, die maximale Sicherheit gewährleisten.

Anamnese und Beschwerdeanalyse:

Erfassung des Schmerzbeginns, der Sportart, der Belastungssituation sowie bisheriger Therapieversuche oder Rückfälle.

Körperliche Untersuchung:

Gründliche manuelle Prüfung der Leistenregion, der Adduktoren, der Hüfte und des Beckens auf Druckschmerz und Beweglichkeit.

Differenzialdiagnostische Einordnung:

Sichere Abgrenzung der Zerrung zu schwerwiegenderen Verletzungen wie Muskelfaserrissen, Leistenbrüchen oder einer Schambeinentzündung.

Individueller Therapieplan:

Gemeinsame Entscheidung über den sinnvollen Einsatz von Stoßwellentherapie, physiotherapeutischer Begleitung und maßgeschneiderten Pausenzeiten.

Gezielte Stoßwellenbehandlung:

Präzise Applikation der Stoßwellen auf die gereizten Muskel- und Sehnenübergänge zur gezielten Stimulierung des Gewebes, falls indiziert.

Nachsorge und Belastungsaufbau:

Individuelle Beratung für die Phase des Wiedereinstiegs in den Sport sowie wertvolle Tipps zur zukünftigen Verletzungsprävention.

Übungen und Selbsthilfe bei Adduktorenzerrung

Gezielte Übungen und Selbsthilfemaßnahmen spielen eine entscheidende Rolle, um die Genesung aktiv zu beschleunigen und Rückfällen vorzubeugen. In der ersten Akutphase ist jedoch strikt auf Dehnungsübungen zu verzichtet und dem Gewebe die nötige Ruhe zur Erstheilung zu gönnen. Erst im weiteren Verlauf ist eine sanfte, schmerzfreie Mobilisation sowie eine leichte, vorsichtige Dehnung der Adduktorenmuskulatur sinnvoll. Eine hervorragende Möglichkeit zur sanften Aktivierung bietet das isometrische Zusammendrücken eines Kissens oder Balls zwischen den Knien. Ergänzend sollte die Gesäß-, Rumpf- und Hüftmuskulatur gekräftigt werden, wobei alle Übungen stets absolut schmerzfrei durchgeführt werden müssen und bei Unsicherheit eine ärztliche Abklärung ratsam ist.

Wann ist bei Leistenschmerzen ein Arztbesuch ratsam?

Nicht jeder Schmerz in der Leistengegend heilt durch einfache Schonung von allein aus, weshalb die rechtzeitige Konsultation eines Spezialisten dringend ratsam ist. Bestimmte Symptome und Warnsignale deuten auf eine schwerere Verletzung hin, die ohne professionelle Therapie chronisch werden kann. Ein Arztbesuch bringt Klarheit über die genaue Diagnose und schützt vor Fehlbelastungen sowie Folgeschäden. Insbesondere wenn Alltagstätigkeiten wie normales Gehen Schmerzen bereiten, sollte die Ursache umgehend abgeklärt werden. Zur besseren Orientierung sind die wichtigsten Alarmsignale im Folgenden übersichtlich zusammengefasst.

  • Plötzlicher, extrem starker Schmerz mit erzwungenem Abbruch der sportlichen Aktivität
  • Sichtbare, rasche Entstehung von Blutergüssen oder deutlichen Schwellungen im Leistenbereich
  • Anhaltende Schmerzen beim normalen Gehen oder Stehen im Alltag
  • Beschwerden, die sich trotz konsequenter Sportpause nach einigen Tagen nicht bessern
  • Wiederkehrende Leistenschmerzen, die bei jeder sportlichen Belastung erneut aufflammen
  • Verdacht auf einen Leistenbruch (z. B. durch eine tastbare Vorwölbung in der Leistengegend)
  • Begleitendes Taubheitsgefühl, Ausstrahlungen in die Beine oder starke Hüftschmerzen
  • Fortbestehende Unsicherheit, ob eine Zerrung oder ein schwerer Muskelfaserriss vorliegt

Kosten und Krankenkasse

Die Abrechnung der Stoßwellentherapie erfolgt im Stoßwellenzentrum NRW transparent und regelkonform nach der amtlichen Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ). Private Krankenversicherungen sowie die Beihilfe übernehmen die anfallenden Behandlungskosten je nach individuellem Tarif in der Regel problemlos. Für gesetzlich versicherte Patienten stellt die Stoßwellenbehandlung hingegen meist eine Selbstzahlerleistung dar, die als sogenannte Individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) abgerechnet wird. Vor dem Beginn der Therapie wird ein transparenter, schriftlicher Kostenplan zur Einreichung bei der jeweiligen Krankenkasse erstellt. Eine pauschale Erstattungszusage kann vorab jedoch nicht gegeben werden, weshalb sich ein Blick in den Ratgeber zur Stoßwellentherapie und Krankenkasse empfiehlt.

Fazit

Eine Adduktorenzerrung ist zwar eine sehr häufige Sportverletzung, sollte jedoch keinesfalls unterschätzt oder verschleppt werden. Für eine vollständige und nachhaltige Genesung sind eine präzise medizinische Diagnose, ausreichend Zeit zur Regeneration sowie ein kontrollierter, schmerzfreier Belastungsaufbau unerlässlich. Bei hartnäckigen, länger bestehenden oder wiederkehrenden Beschwerden kann die Stoßwellentherapie einen modernen und äußerst effektiven Baustein Ihres individuellen Therapiekonzepts darstellen. Nehmen Sie Ihre Leistenschmerzen ernst und überlassen Sie Ihre Gesundheit nicht dem Zufall. Unser erfahrenes Team im Stoßwellenzentrum NRW steht Ihnen gerne beratend zur Seite, um Ihnen den Weg zurück in einen schmerzfreien Alltag zu ebnen.

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie merkt man eine Adduktorenzerrung?

Eine Adduktorenzerrung äußert sich typischerweise durch einen ziehenden oder plötzlich stechenden Schmerz in der Leistengegend oder an der Oberschenkelinnenseite. Die Beschwerden verstärken sich merklich, wenn Sie das Bein gegen Widerstand heranziehen (Adduktion) oder das Bein passiv nach außen abspreizen.

Wie lange dauert eine Adduktorenzerrung?

Die Heilungsdauer ist stark vom Schweregrad abhängig. Während leichte Zerrungen bei konsequenter Schonung oft innerhalb von 1 bis 2 Wochen abklingen, erfordern mittelschwere Verletzungen meist 2 bis 4 Wochen. Schwere Zerrungen oder Muskelfaserrisse können 6 bis 8 Wochen oder länger andauern.

Was hilft bei einer Adduktorenzerrung?

In der Akutphase hilft die konsequente Anwendung der PECH-Regel (Pause, Eis, Compression, Hochlagern) sowie eine konsequente Sportpause. Nach dem Abklingen der Akutschmerzen unterstützen sanfte physiotherapeutische Mobilisation sowie ein progressiver, schmerzfreier Belastungsaufbau die Heilung.

Sollte man eine Adduktorenzerrung dehnen?

In der Akutphase direkt nach der Verletzung sollten Sie auf keinen Fall aggressiv dehnen, da dies die Mikrorisse im Muskelgewebe verschlimmern kann. Später, wenn die akuten Schmerzen abgeklungen sind, ist ein vorsichtiges und absolut schmerzfreies Dehnen im schmerzfreien Bereich sinnvoll.

Kann Stoßwellentherapie bei Adduktorenschmerzen helfen?

Ja, die Stoßwellentherapie ist eine effektive Option, wenn Beschwerden länger anhalten, die Regeneration stagniert oder Sehnenansatzreizungen vorliegen. Die Schallwellen regen Durchblutung und Stoffwechsel im Gewebe an, was die körpereigene Heilung nach präziser Diagnostik unterstützt.

Ist eine Adduktorenzerrung das Gleiche wie eine Leistenzerrung?

Nicht exakt, aber die Begriffe werden im Alltag häufig synonym gebraucht. Während die „Adduktorenzerrung“ anatomisch präzise die betroffene Muskelgruppe benennt, beschreibt die „Leistenzerrung“ lediglich die grobe Schmerzregion, welche auch andere Ursachen haben kann.

Wann darf man nach einer Adduktorenzerrung wieder Sport machen?

Die Rückkehr zum Sport sollte erst erfolgen, wenn Sie im Alltag vollkommen schmerzfrei sind, die betroffene Muskulatur wieder über ihre volle Beweglichkeit verfügt und eine schrittweise Belastungssteigerung im Training ohne Beschwerden toleriert wird.

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Autor: Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie - Sandro Meider

Sandro Meider studierte Humanmedizin an der Universität zu Köln und spezialisierte sich danach auf die Bereiche Orthopädie und Unfallchirurgie. Nach seiner Facharztausbildung und diversen Stationen in Kliniken und Fachpraxen erhielt er 2010 die Anerkennung als Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie. Seit 2011 ist er niedergelassener Arzt an der Facharztklinik LINKS VOM RHEIN in Köln. Sein Spezialgebiet ist die Stoßwellentherapie, die er nutzt, um seinen Patienten nicht-invasiv zu wieder mehr Beweglichkeit und Lebensqualität zu verhelfen. Als Hobbysportler (Tennis, Volleyball, Golf und Ski) weiß er, wie wichtig schmerzfreie Beweglichkeit beim Sport ist.

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