Chronisches Beckenschmerzsyndrom behandeln: Hilfe bei CPPS und Beckenbodenschmerzen
Quälen Sie seit Wochen oder Monaten anhaltende, schmerzhafte Verspannungen oder Ziehen im Bereich des Beckens? Haben Sie bereits verschiedene Untersuchungen hinter sich, ohne dass eine klare organische Ursache gefunden werden konnte? Ein chronisches Beckenschmerzsyndrom belastet Betroffene oft nicht nur körperlich, sondern auch seelisch enorm. Häufig sitzen die Beschwerden tief im Beckenboden, im Unterbauch, Damm oder Genitalbereich und führen zu einem anhaltenden Leidensdruck. Im Stoßwellenzentrum NRW betrachten wir den muskulär-myofaszialen Anteil Ihrer Beschwerden, um gezielte und nicht-invasive Behandlungswege aufzuzeigen. Gemeinsam ordnen wir Ihre Symptome fachärztlich ein und prüfen, ob eine fokussierte Stoßwellentherapie für Ihre individuelle Situation infrage kommt.
Das Wichtigste in Kurzform
- Komplexes Schmerzbild: Ein chronisches Beckenschmerzsyndrom (CPPS) bezeichnet wiederkehrende oder dauerhafte Schmerzen im Beckenbereich über mindestens drei bis sechs Monate.
- Vielfältige Symptome: Typisch sind Schmerzen im Beckenboden, Damm, Unterbauch, Genitalbereich oder Steißbein, oft kombiniert mit Harn-, Darm- oder Sexualbeschwerden.
- Multifaktorielle Ursachen: Neben Daueranspannung und myofaszialen Triggerpunkten spielen Nervenreizungen, Fehlhaltungen, Stress sowie frühere Entzündungen eine Rolle.
- Gründliche Abklärung nötig: Vor einer gezielten Therapie müssen organische Ursachen in Urologie, Gynäkologie, Proktologie oder Neurologie sicher ausgeschlossen werden.
- Gezielte Stoßwellentherapie: Bei nachgewiesenen muskulär-myofaszialen Triggerpunkten kann die Stoßwellentherapie als schonender, nicht-invasiver Baustein im Stoßwellenzentrum NRW eingesetzt werden.
Was ist das chronische Beckenschmerzsyndrom?
Das chronische Beckenschmerzsyndrom (CPPS = Chronic Pelvic Pain Syndrome) bezeichnet anhaltende Beschwerden im kleinen Becken. Mediziner sprechen davon, wenn Schmerzen länger als drei Monate bestehen. Die Ursachen sind meist multifaktoriell und betreffen selten nur ein einzelnes Organ. Sowohl Männer als auch Frauen können unter diesen dauerhaften Beckenbodenschmerzen leiden. Ein Teufelskreis aus chronischer Muskelanspannung und Nervenreizung hält die Beschwerden oft dauerhaft aufrecht.
Symptome: Wie äußert sich ein chronisches Beckenschmerzsyndrom?
Die Anzeichen für ein chronisches Beckenschmerzsyndrom sind äußerst vielfältig und variieren von Person zu Person stark. Häufig schildern Betroffene einen dumpfen, brennenden oder ziehenden Schmerz im Bereich des Dammgewebes, des Unterbauchs oder des Steißbeins. Auch Miktionsbeschwerden wie ein ständig erhöhter Harndrang, Schmerzen beim Wasserlassen oder Missempfindungen beim Stuhlgang gehören zum typischen Beschwerdebild. Zudem können Schmerzen beim oder nach dem Geschlechtsverkehr die Lebensqualität und Partnerschaft massiv beeinträchtigen. Nicht selten strahlen die Missempfindungen aus dem Beckenboden bis in die Oberschenkel, die Hüfte oder den unteren Rücken aus.
Chronisches Beckenschmerzsyndrom – typische Symptome auf einen Blick
- Dumpfe, stechende, ziehende oder brennende Schmerzen im kleinen Becken
- Druck- und Verspannungsgefühl im Beckenboden sowie Schmerzen beim Sitzen
- Beschwerden im Dammbereich, Unterbauch, Steißbein, Leistengegend oder Genitalbereich
- Häufiger Harndrang, Brennen beim Wasserlassen ohne bakteriellen Befund
- Schmerzen beim oder nach dem Geschlechtsverkehr (Dyspareunie / Ejakulationsschmerz)
- Missempfindungen oder Druckgefühl im Enddarmbereich beim Stuhlgang
- Ausstrahlende Schmerzen in den unteren Rücken, das Gesäß, die Hüfte oder Oberschenkel
Ursachen und Auslöser: Warum entstehen chronische Beckenschmerzen?
Die Entstehung chronischer Beckenschmerzen ist vielschichtig und selten auf eine einzige Ursache zurückzuführen. Eine dauerhaft erhöhte Tonuslage der Beckenbodenmuskulatur führt zu mikroskopischen Gewebeveränderungen und verhärteten Triggerpunkten. Auslöser hierfür können vorausgegangene Entzündungen der Blase oder Prostata, chirurgische Eingriffe sowie stundenlanges Sitzen im Alltag sein. Zudem spielen psychischer Stress und vegetative Anspannung eine erhebliche Rolle, da sich Stress unwillkürlich auf die Beckenbodenmuskeln überträgt. Wenn das Schmerzgedächtnis des Körpers erst einmal aktiviert ist, genügen oft bereits geringe Reize, um erneut starke Schmerzimpulse auszulösen.
Häufige Einflussfaktoren und Auslöser
- Myofasziale Triggerpunkte: Lokale Muskelverhärtungen im Beckenboden und angrenzenden Muskelgruppen.
- Chronische Fehlhaltungen: Langes Sitzen im Beruf oder Fehlbelastungen von Becken, ISG und Hüfte.
- Vorausgegangene Infektionen: Ausgeheilte Blasen- oder Prostataentzündungen, die eine Reflexanspannung hinterlassen haben.
- Nervenreizung: Überempfindlichkeit des Pudendusnervs oder peripherer Nervenbahnen im Beckenraum.
- Stress und Psyche: Vegetative Daueranspannung, Angstzustände oder mentale Überlastung.
- Verwachsungen & Narben: Folgen von Operationen im Bauch- und Beckenraum oder nach Geburten.
Chronisches Beckenschmerzsyndrom beim Mann und bei der Frau
Obwohl das Krankheitsbild bei beiden Geschlechtern vorkommt, unterscheiden sich die Schmerzlokalisationen und Begleitsymptome häufig deutlich. Beim Mann steht oft die klinische Abgrenzung zu einer chronischen Prostatitis im Vordergrund, während bei Frauen gynäkologische Aspekte mitbeurteilt werden müssen. Ein verbindendes Element bei beiden Geschlechtern ist jedoch die myofasziale Dysfunktion der tiefen Beckenbodenmuskulatur. Eine geschlechtsspezifische Betrachtung hilft dabei, die richtigen Fachdisziplinen einzubinden und Fehldiagnosen zu vermeiden. In beiden Fällen bietet eine gezielte funktionelle Untersuchung die Basis für einen individuellen Behandlungsplan.
CPPS beim Mann
Bei Männern wird das chronische Beckenschmerzsyndrom medizinisch häufig mit der Kategorie III der Prostatitis-Klassifikation gleichgesetzt, der sogenannten abakteriellen Prostatitis. Die betroffenen Patienten klagen vor allem über tief sitzende Schmerzen zwischen Anus und Skrotum, im Hodenbereich, am Penis oder im Unterbauch. Oft verstärken sich die Beschwerden nach der Ejakulation oder bei längerem Sitzen auf harten Unterlagen. Wichtig ist hierbei der urologische Nachweis, dass keine bakterielle Infektion der Prostata oder der Harnwege vorliegt. Sind Infektionen ausgeschlossen, erweisen sich verhärtete Triggerpunkte im Beckenboden und am Hüftansatz meist als ursächlich für die anhaltenden Missempfindungen. Eine nicht-invasive Behandlung dieser muskulären Verspannungen kann den chronischen Teufelskreis effektiv durchbrechen.
Chronische Beckenschmerzen bei Frauen
Bei Frauen erfordert das chronische Beckenschmerzsyndrom eine besonders sorgfältige gynäkologische Differentialdiagnostik. Symptome wie chronische Unterleibsschmerzen, Missempfindungen in der Scheide oder Schmerzen beim Geschlechtsverkehr können auch durch Endometriose oder Zysten ausgelöst werden. Bleiben organische Befunde jedoch ohne klaren Befund, liegt die Schmerzursache sehr oft in einer myofaszialen Hypertonie des Beckenbodens. Auch Verwachsungen nach Kaiserschnitten, Narbengewebe nach Geburten oder frühere Blasenentzündungen können das Gewebe dauerhaft reizen. Ein interdisziplinärer Ansatz stellt sicher, dass Frauen nicht fälschlicherweise rein medikamentös oder symptomatisch behandelt werden. Die gezielte Entspannung und Behandlung verhärteter Muskelstränge im Beckenbereich steht dann im Mittelpunkt der Therapie.
Abgrenzung: Was kann ähnliche Beschwerden verursachen?
Da im kleinen Becken zahlreiche Organe, Nerven und Muskelgruppen auf engem Raum zusammenfließen, ist eine präzise Abgrenzung essenziell. Ähnliche Schmerzbilder können durch bakterielle Infektionen, urologische Erkrankungen oder gynäkologische Befunde hervorgerufen werden. Auch orthopädische Leiden wie ein ISG-Syndrom, Hüftgelenksimpingement oder das Piriformis-Syndrom strahlen nicht selten in den Beckenboden ab. Ebenso muss eine Einklemmung des Pudendusnervs (Pudendusneuralgie) sorgfältig von einer rein muskulären Ursache unterschieden werden. Erst wenn schwerwiegende organische Erkrankungen fachärztlich ausgeschlossen sind, kann der Schwerpunkt auf die funktionelle myofasziale Therapie gelegt werden.
| Beschwerdebild | Typische Hinweise | Warum Abklärung wichtig ist |
| Bakterielle Prostatitis / Blasenentzündung | Fieber, Schüttelfrost, Bakterien im Urin/Erektrat | Benötigt gezielte antibiotische Therapie |
| Endometriose | Zyklusabhängige, extrem starke Unterleibsschmerzen | Gynäkologische Spezialdiagnostik erforderlich |
| Pudendusneuralgie | Messerscharfe, brennende Schmerzen exakt im Nervenverlauf | Erfordert spezifische neurologische Abklärung |
| ISG-Syndrom / Piriformis-Syndrom | einseitige Gesäß- und Hüftschmerzen, Druckschmerz an der Hüfte | Orthopädisch-funktioneller Behandlungsansatz |
| Interstitielle Zystitis | Extrem hoher Harndrang, Schmerzen bei Blasenfüllung | Urologische Chronik-Erkrankung der Blasenwand |
Diagnose: Wie wird ein chronisches Beckenschmerzsyndrom festgestellt?
Der Weg zur verlässlichen Diagnose beginnt immer mit einer ausführlichen ärztlichen Anamnese, in der die genaue Schmerzgeschichte erfasst wird. Der behandelnde Arzt erfragt die Dauer der Beschwerden, schmerzauslösende Positionen sowie den Einfluss auf Blasen-, Darm- und Sexualfunktion. Es folgt eine eingehende orthopädische und funktionelle Untersuchung von Becken, Lendenwirbelsäule, Hüftgelenken und der umgebenden Muskulatur. Durch gezielte Palpation lassen sich schmerzhafte myofasziale Triggerpunkte im Beckengürtel und an den Faszienansätzen exakt lokalisieren. Vorhandene Vorbefunde aus Urologie, Gynäkologie oder Neurologie werden dabei lückenlos in das diagnostische Gesamtbild einbezogen.
Was hilft bei chronischem Beckenschmerzsyndrom?
Die erfolgreiche Behebung eines chronischen Beckenschmerzsyndroms erfordert in der Regel ein multimodales Therapiekonzept. Da Schmerzgedächtnis und Muskeltonus eng miteinander verwoben sind, greift eine reine Symptombekämpfung meist zu kurz. Die Behandlung stützt sich auf eine Kombination aus physikalischen Maßnahmen, individueller Verhaltensanpassung und gezielten Entspannungstechniken. Auch das Schmerzverständnis des Patienten spielt eine zentrale Rolle, um Ängste abzubauen und den Heilungsverlauf positiv zu beeinflussen. Welches Verfahren im Einzelfall den größten Erfolg verspricht, hängt stark von den identifizierten Auslösern ab.
Beckenboden entspannen statt kräftigen
Ein häufiger Denkfehler vieler Betroffener besteht darin, den bereits überlasteten Beckenboden durch klassisches Beckenbodentraining weiter zu kräftigen. Beim chronischen Beckenschmerzsyndrom liegt jedoch fast immer eine chronische Übertonisierung beziehungsweise Hypertonie der Muskulatur vor. Statt beschwerdeauslösendem Krafttraining ist daher eine gezielte Entspannung des Beckenbodens das oberste therapeutische Ziel. Spezielle Bauchatmungstechniken, sanfte Dehnübungen für die Hüft- und Gesäßmuskulatur sowie gezielte Wärmeanwendungen helfen, den Muskeltonus zu senken. Ein entspannter Beckenboden ermöglicht eine bessere Durchblutung des Gewebes und reduziert den Druck auf empfindliche Nervenbahnen. Das Erlernen dieser Entspannungsmethoden gibt Betroffenen zudem ein Stück Selbstwirksamkeit im Alltag zurück.
Physiotherapie, Triggerpunktbehandlung und Biofeedback
Eine spezialisierte Physiotherapie bildet ein wichtiges Fundament in der konservativen Behandlung von Beckenbodenschmerzen. Erfahrene Therapeutinnen und Therapeuten arbeiten gezielt an der Behebung von Beckenschiefständen, Hüftblockaden und muskulären Dysbalancen. Mithilfe der manuellen Triggerpunkttherapie können verhärtete Knotenpunkte in der Gesäß- und Oberschenkelmuskulatur gelöst werden. Ergänzend kann ein Biofeedback-Training eingesetzt werden, um die eigene Wahrnehmung für den Anspannungszustand des Beckenbodens zu schulen. Diese Methoden unterstützen den Körper dabei, fehlerhafte Bewegungsmuster und Daueranspannungen schrittweise abzubauen. Eine kontinuierliche Durchführung dieser physikalischen Maßnahmen ist für eine nachhaltige Besserung essenziell.
Medikamente und Schmerztherapie
Im Rahmen der ärztlichen Versorgung können Medikamente zeitweise eingesetzt werden, um akute Schmerzspitzen zu kupieren. Schmerzdämpfende Präparate oder entzündungshemmende Wirkstoffe helfen dabei, die Lebensqualität im Alltag kurzfristig zu stabilisieren. Bei stark krampfartigen Beschwerden kommen gelegentlich Muskelrelaxanzien zur gezielten Tonussenkung der Beckenmuskulatur zur Anwendung. Liegt eine stärkere Nervenbeteiligung vor, können nach ärztlicher Absprache auch spezielle Medikamente zur Behandlung neuropathischer Schmerzen erwogen werden. Eine reine medikamentöse Therapie sollte jedoch niemals die alleinige Maßnahme bleiben, da sie die funktionelle Ursache nicht behebt. Die Medikamentengabe sollte daher stets engmaschig ärztlich betreut und in einen Gesamttherapieplan eingebunden werden.
Stoßwellentherapie beim chronischen Beckenschmerzsyndrom
Die fokussierte und radiale Stoßwellentherapie (ESWT) stellt einen modernen, nicht-invasiven Behandlungsansatz bei myofaszialen Beckenschmerzen dar. Durch hochenergetische akustische Druckwellen werden gezielte Impulswellen tief in das betroffene Gewebe eingebracht. Dies regt die lokale Durchblutung spürbar an, fördert die Mikrozirkulation und stimuliert zelluläre Regenerationsprozesse im Beckenbodenbereich. Anhaltende Verklebungen der Faszien sowie schmerzhafte Triggerpunkte können durch die mechanischen Reize effektiv gelockert werden. Im Stoßwellenzentrum NRW setzen wir dieses Verfahren ein, wenn muskulär-myofasziale Ursachen nachgewiesen wurden.
Für wen kommt Stoßwellentherapie infrage?
Die Stoßwellentherapie eignet sich besonders für Patientinnen und Patienten, bei denen konservative Standardtherapien bisher keine ausreichende Linderung brachten. Voraussetzung ist, dass organische Ursachen wie Infektionen oder Tumore durch entsprechende Fachärzte bereits ausgeschlossen wurden. Wenn schmerzhafte Triggerpunkte im Bereich der Gesäß-, Leisten- oder Oberschenkelmuskulatur tastbar sind, bietet die Methode vielversprechende Ansätze. Auch Personen mit sitzbedingten Beckenbodenschmerzen profitieren häufig von der gezielten Tiefenstimulation. In einem ausführlichen Erstgespräch prüfen wir, ob Ihr Beschwerdebild optimal für die Stoßwellenbehandlung geeignet ist.
Stoßwellentherapie ist gut geeignet bei:
- Chronischen Beckenbodenschmerzen seit mehr als 3 bis 6 Monaten
- Tastbaren myofaszialen Triggerpunkten im Gesäß-, Becken- oder Hüftbereich
- Verspannungsbedingtem Druckgefühl beim Sitzen
- Beschwerden, die auf rein medikamentöse Therapien nicht ansprechen
- Patienten, die eine schonende Alternative ohne Operation oder Spritzen suchen
Wann ist Stoßwellentherapie nicht geeignet?
Trotz ihrer hohen Sicherheit gibt es medizinische Konstellationen, in denen eine Stoßwellenbehandlung kontraindiziert ist. Bei akuten bakteriellen Infektionen der Harnwege, der Prostata oder des Genitalbereichs darf die Therapie nicht angewendet werden. Auch bei unklaren Gewebeveränderungen, bestehendem Tumorverdacht oder schweren Blutgerinnungsstörungen muss auf die Behandlung verzichtet werden. Während einer Schwangerschaft wird im direkten Beckenraum aus Sicherheitsgründen ebenfalls keine Stoßwellentherapie durchgeführt. Eine gewissenhafte ärztliche Ausschlussdiagnostik steht daher im Stoßwellenzentrum NRW vor jedem Behandlungsbeginn an erster Stelle.
Die Behandlung erfolgt nicht bei:
- Akuten infektiösen oder bakteriellen Entzündungen im Beckenraum
- Ungeklärten Blutungen oder Einnahme hochdosierter Blutverdünner
- Bösartigen Tumorerkrankungen im Behandlungsareal
- Schwangerschaft
- Akuten neurologischen Ausfallserscheinungen
Ablauf der Behandlung im Stoßwellenzentrum NRW
Im Stoßwellenzentrum NRW legen wir größten Wert auf eine strukturierte und individuell abgestimmte Behandlungsleitung. Jeder Therapiezyklus basiert auf einer fundierten fachärztlichen Diagnostik und der Analyse Ihrer mitgebrachten Befunde. Die eigentliche Stoßwellenanwendung erfolgt ambulant, schonend und nimmt pro Sitzung nur wenige Minuten in Anspruch. Dabei passen wir die Intensität der Stoßwellen exakt an Ihre persönliche Schmerztoleranz und die Gewebetiefe an. Unser Ziel ist es, Ihnen durch ein transparentes Vorgehen von der Erstberatung bis zur Nachsorge höchste medizinische Qualität zu bieten.
Anamnese und Vorbefunde:
Ausführliches Gespräch über Schmerzverlauf, bisherige Untersuchungen und fachärztliche Ausschlussdiagnostik.
Orthopädisch-funktionelle Untersuchung:
Gezielte Tastuntersuchung von Becken, LWS, ISG und der muskulären Triggerpunkte.
Behandlungsplanung:
Transparente Aufklärung darüber, ob eine Stoßwellentherapie in Ihrem Fall medizinisch sinnvoll ist.
Gezielte Anwendung:
Schonende Applikation der Stoßwellen auf die identifizierten myofaszialen Schmerzpunkte.
Nachsorge & Empfehlungen:
Begleitende Hinweise zu Entspannungsübungen, Bewegung und Verhaltensanpassungen im Alltag.
Kosten und Krankenkasse
Private Krankenversicherungen und die Beihilfe übernehmen die Behandlungskosten bei medizinischer Indikation in der Regel problemlos. Gesetzliche Krankenkassen stufen die Stoßwellentherapie beim chronischen Beckenschmerzsyndrom aktuell meist als Selbstzahlerleistung (IGeL) ein. Einige gesetzliche Kassen gewähren im Rahmen von Einzelfallentscheidungen oder Bonusprogrammen anteilige Zuschüsse. Wir erstellen Ihnen gerne vor Therapiebeginn einen detaillierten Kostenvoranschlag für Ihren Antrag auf Kostenübernahme der Stoßwellentherapie.
Warnzeichen: Wann sollten Sie ärztlich abklären lassen?
Bei bestimmten Begleitsymptomen ist eine sofortige und eingehende fachärztliche Notfall- beziehungsweise Abklärungsdiagnostik zwingend erforderlich. Warnsignale wie hohes Fieber, Schüttelfrost oder sichtbare Blutbeimengungen im Urin oder Stuhl deuten auf akute Infektionen hin. Plötzlich auftretende Lähmungserscheinungen, Taubheitsgefühle im Genital- oder Gesäßbereich (Sattelblockanästhesie) erfordern eine rasche neurologische Abklärung. Auch ein ungewollter, starker Gewichtsverlust oder der Verlust der Blasen- beziehungsweise Darmkontrolle dürfen niemals ignoriert werden. Suchen Sie bei diesen Warnzeichen unverzüglich einen Urologen, Gynäkologen, Neurologen oder eine Notfallpraxis auf.
Suchen Sie sofort einen Arzt auf bei:
- Fieber, Schüttelfrost oder starkem Krankheitsgefühl
- Sichtbarem Blut im Urin oder im Stuhl
- Plötzlichem Kontrollverlust über Blase oder Darm (Inkontinenz)
- Taubheitsgefühl im Genital-, Damm- oder Gesäßbereich
- Akut einsetzenden, unerträglichen Schmerzspitzen
Übungen und Selbsthilfe bei chronischen Beckenschmerzen
Neben der ärztlichen Behandlung können Sie durch gezielte Eigeninitiative viel zur Entlastung Ihres Beckenbodens beitragen. Schonende Bewegung im Alltag wie regelmäßiges Spazierengehen fördert die Durchblutung und verhindert schädliche Dauerhaltungen. Sanfte Dehnübungen für die Adduktoren, Hüftbeuger und Piriformis-Muskeln helfen dabei, die mechanische Spannung im Beckengürtel zu senken. Bewusste Bauchatmung und Achtsamkeitsübungen unterstützen zudem das Nervensystem beim Abbau von Stresszuständen. Achten Sie darauf, alle Übungen ohne Druck oder Schmerzzunahme auszuführen und stoppen Sie bei Missempfindungen umgehend.
Praktische Selbsthilfe-Tipps:
- Tiefe Zwerchfellatmung: Bewusstes Einatmen in den Bauchraum entspannt den Beckenboden reflexartig.
- Wärmeanwendungen: Warme Sitzbäder oder Wärmekissen lockern verhärtete Muskelstrukturen.
- Sitzanpassungen: Nutzung von speziellen Sitzkissen mit Aussparung zur Entlastung des Dammbereichs.
- Sanftes Dehnen: Tägliche Dehnung von Oberschenkelinnenseiten, Gesäß und Hüftbeugern.
- Stressmanagement: Aktive Entspannungsverfahren wie Progressive Muskelentspannung (PMR) oder Meditation.
Fazit
Das chronische Beckenschmerzsyndrom ist ein vielschichtiges Schmerzbild, das Betroffene vor große Herausforderungen stellt. Wenn organische Erkrankungen ausgeschlossen sind, bilden muskuläre Triggerpunkte und Faszienverhärtungen oft den Schlüssel zur Besserung. Die fokussierte Stoßwellentherapie bietet hier eine moderne, schonende und wirksame Option zur Reduzierung der myofaszialen Gewebespannung. Im Stoßwellenzentrum NRW unterstützen wir Sie mit fachärztlicher Expertise auf Ihrem Weg zu mehr Lebensqualität und Schmerzfreiheit.
Jetzt Beratungstermin vereinbaren
Nehmen Sie Ihre Schmerzen nicht als unabänderlich hin. Vereinbaren Sie jetzt einen Termin im Stoßwellenzentrum NRW und lassen Sie fachärztlich prüfen, ob die Stoßwellentherapie bei Ihren chronischen Beckenschmerzen der richtige Schritt ist.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Ein chronisches Beckenschmerzsyndrom (CPPS) ist ein Krankheitsbild mit anhaltenden oder wiederkehrenden Schmerzen im Beckenbereich über mindestens drei bis sechs Monate, für die keine akute bakterielle oder organische Ursache vorliegt.
Zu den Hauptsymptomen zählen dumpfe, ziehende oder brennende Schmerzen im Beckenboden, Damm, Unterbauch oder Genitalbereich. Häufig treten auch Miktionsbeschwerden, Schmerzen beim Sitzen oder Beschwerden beim Geschlechtsverkehr auf.
Ja, eine chronische Hypertonie (Überanspannung) der Beckenbodenmuskulatur und verhärtete Triggerpunkte sind eine der häufigsten funktionellen Ursachen für anhaltende Beckenschmerzen.
Wenn die Schmerzen durch muskulär-myofasziale Triggerpunkte und Faszienverspannungen bedingt sind, kann die Stoßwellentherapie die Durchblutung fördern, Muskelverhärtungen lösen und Schmerzsignale reduzieren.
Kontakt / Online Termin
Sie haben Fragen oder Interesse an einer Stoßwellentherapie? Wir sind gerne für Sie da!

