Tendinitis – erfolgreiche Therapie mit Stoßwellen

Im Körper des Menschen befinden sich zahlreiche Sehnen, die eine zentrale Rolle bei jeder Bewegung spielen. Sie dienen der Kraftübertragung an besonders beanspruchten Stellen, wie zum Beispiel an Ellenbogen, Hüfte, Knie oder Schulter. Falls diese Sehnen sich entzünden, eine sogenannte Tendinitis, kann dies Schwellungen, Rötungen und Schmerzen mit sich bringen. In der Regel heilt die Entzündung in einigen Wochen mithilfe von Schonung, Kühlung und Medikamenten wieder ab. Erfahren Sie hier mehr über Ursachen, Diagnose, Symptome und Behandlung von Tendinitis und vor allem darüber, wie eine Stoßwellentherapie die Heilung unterstützen kann. Im Stoßwellenzentrum NRW bieten wir Ihnen modernste Verfahren, um diese Beschwerden nachhaltig zu lindern.

Das Wichtigste in Kurzform

  • Gezielte Regeneration: Stoßwellen fördern die Durchblutung und regen die körpereigenen Reparaturprozesse der Sehnen direkt an. 
  • Schmerzlinderung: Viele Patienten spüren bereits nach wenigen Anwendungen eine deutliche Reduktion der akuten Beschwerden. 
  • Alternative zur OP: Die hochenergetische Therapie kann chirurgische Eingriffe oder langwierige Kortisonbehandlungen oft überflüssig machen. 
  • Geringer Zeitaufwand: Eine Sitzung dauert meist nur 15 bis 20 Minuten und wird ambulant ohne Ausfallzeiten durchgeführt.
  • Breites Spektrum: Die Behandlung ist bei Sehnenreizungen an Schulter, Ellbogen, Knie oder der Achillessehne gleichermaßen effektiv.

Definition: Tendinitis

Unter einer Tendinitis versteht man die Entzündung einer Sehne, die meist durch Überlastung oder degenerative Prozesse entsteht. Sehnen verbinden Muskeln mit Knochen und sind durch ihre Struktur weniger durchblutet als das umliegende Muskelgewebe. Bei anhaltender Belastung entstehen mikroskopisch kleine Risse, die eine schmerzhafte Entzündungsreaktion auslösen. Diese kann theoretisch an jeder Sehne auftreten, zeigt sich jedoch besonders häufig an Gelenken mit hoher mechanischer Beanspruchung. Ohne adäquate Behandlung droht ein Übergang in einen chronischen Zustand, der die Stabilität der betroffenen Struktur gefährdet.

Häufig kommt eine Tendinitis an Gelenken vor, die eine hohe mechanische Beanspruchung haben.

Symptome & Beschwerden einer Sehnenentzündung

Eine Tendinitis äußert sich primär durch einen belastungsabhängigen Schmerz im Bereich des betroffenen Sehnenansatzes. Zu Beginn treten die Beschwerden oft nur bei der ersten Bewegung nach einer Ruhephase auf, dem sogenannten Anlaufschmerz. Im weiteren Verlauf kann der Schmerz auch unter Belastung oder sogar in Ruhephasen bestehen bleiben. Häufig ist das betroffene Areal druckempfindlich, leicht geschwollen oder fühlbar erwärmt. In einigen Fällen ist bei Bewegungen ein Knirschen oder Reiben der Sehne in ihrer Gleitscheide wahrnehmbar.

Übersicht der Symptome bei Tendinitis:

  • Stechender oder brennender Schmerz bei Belastung
  • Druckempfindlichkeit über dem Sehnenverlauf
  • Lokale Schwellung oder Rötung der Haut
  • Morgendliche Steifigkeit des betroffenen Gelenks
  • Kraftverlust bei funktionellen Bewegungen
  • Schmerzausstrahlung in die angrenzende Muskulatur

Ursachen und Risikofaktoren

Die Hauptursache für eine Tendinitis liegt in einer repetitiven, einseitigen Überbeanspruchung des Sehnengewebes. Dies betrifft häufig Sportler durch falsche Technik oder Menschen mit monotonen Bewegungsabläufen im Berufsalltag. Auch anatomische Fehlstellungen oder muskuläre Dysbalancen können dazu führen, dass Sehnen unphysiologisch belastet werden. Mit zunehmendem Alter sinkt zudem die Elastizität der Sehnenfasern, was das Risiko für Entzündungen erhöht. Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes mellitus oder bestimmte medikamentöse Therapien können die Regenerationsfähigkeit des Gewebes zusätzlich negativ beeinflussen.

Diagnose einer Tendinitis

Die Diagnostik basiert auf einer ausführlichen klinischen Untersuchung, bei der spezifische Funktionstests und Palpationen durchgeführt werden. Um das Ausmaß der Sehnenveränderung zu beurteilen, ist eine Ultraschalluntersuchung (Sonographie) das Mittel der Wahl. Hierbei lassen sich Schwellungen, Flüssigkeitseinlagerungen oder bereits bestehende Kalkeinlagerungen im Gewebe deutlich visualisieren. In komplexen Fällen oder bei Verdacht auf tieferliegende Strukturschäden liefert eine Magnetresonanztomographie (MRT) detaillierte Bilder. Eine präzise Diagnose ist essenziell, um die Tendinitis von rein muskulären Beschwerden oder Gelenkverschleiß abzugrenzen.

Klassische Behandlungsmethoden

In der klassischen Therapie steht zunächst die Entlastung und Kühlung des betroffenen Bereichs im Vordergrund, um die akute Entzündung zu hemmen. Oft werden nicht-steroidale Antirheumatika (NSAR) in Form von Salben oder Tabletten verschrieben, die schmerzlindernd wirken. Begleitende physiotherapeutische Maßnahmen zielen darauf ab, die Muskulatur zu dehnen und die Belastungsfähigkeit der Sehne langsam wieder aufzubauen. Bei hartnäckigen Verläufen kommen teilweise Kortisoninjektionen zum Einsatz, die jedoch bei häufiger Anwendung das Sehnengewebe schwächen können. Führen diese konservativen Ansätze über Monate nicht zum Erfolg, wird oft über eine operative Sanierung nachgedacht.

Stoßwellentherapie als moderne Behandlungsoption

Die extrakorporale Stoßwellentherapie stellt ein hocheffektives Verfahren dar, um chronische Entzündungsprozesse in eine Heilungsphase zu überführen. Durch die hochenergetischen Impulse werden mechanische Reize in das tiefe Sehnengewebe geleitet, die dort die Zellregeneration anstoßen. Diese Methode ermöglicht es, gezielt die Durchblutung zu steigern und die Ausschüttung von Botenstoffen zur Gewebereparatur zu forcieren. Im Gegensatz zu invasiven Eingriffen bleibt die Hautoberfläche unverletzt, was das Infektionsrisiko vollständig eliminiert. Sie bietet somit eine Brücke zwischen konservativer Basistherapie und einer Operation.

Warum Stoßwellen bei Tendinitis sinnvoll sind

Der Einsatz von Stoßwellen ist besonders wertvoll, da er die Ursache der verzögerten Heilung direkt angeht. Sehnen besitzen von Natur aus eine geringe Stoffwechselaktivität, die durch die Stoßwellenimpulse massiv angeregt wird. Die Behandlung stimuliert die Bildung neuer Blutgefäße, wodurch die Nährstoffversorgung des entzündeten Areals nachhaltig verbessert wird. Zudem führt die Therapie zu einer Desensibilisierung der Schmerzrezeptoren, was oft eine unmittelbare Erleichterung für den Patienten bedeutet. Langfristig fördert die Stoßwelle die Bildung von gesundem Kollagengewebe und stärkt so die Belastbarkeit der Sehne.

Ablauf der Stoßwellenbehandlung bei Tendinitis

Eine Behandlungssitzung beginnt mit der präzisen Lokalisation des Schmerzpunktes durch den Therapeuten. Anschließend wird ein Kontaktgel aufgetragen, um eine verlustfreie Übertragung der Schallwellen in den Körper zu gewährleisten. Der Schallkopf wird mit leichtem Druck über das betroffene Areal geführt, während die Intensität individuell an das Empfinden angepasst wird. Eine Sitzung dauert in der Regel zwischen 10 und 20 Minuten und wird meist in wöchentlichen Abständen wiederholt. Nach der Anwendung können Patienten ihren Alltag normal fortsetzen, sollten jedoch für einige Tage auf extreme sportliche Belastungen verzichten.

Nebenwirkungen und Risiken

Die Stoßwellentherapie gilt als extrem sicher und risikoarm, sofern sie fachgerecht angewendet wird. Unmittelbar nach der Behandlung kann es zu einer kurzzeitigen Rötung, Schwellung oder einem leichten Taubheitsgefühl im therapierten Bereich kommen. Manche Patienten berichten über kleine blaue Flecken (Hämatome), die jedoch innerhalb weniger Tage komplikationslos abheilen. Ein vorübergehender Erstverschlimmerungs-Schmerz ist möglich, wird aber meist als Zeichen der beginnenden Regenerationsprozesse gewertet. Ernsthafte Komplikationen sind bei dieser nicht-invasiven Methode im Vergleich zu operativen Eingriffen nahezu ausgeschlossen.

Bezahlt die Krankenkasse eine Stoßwellentherapie bei einer Sehnenentzündung?

Die Kostenübernahme für eine Stoßwellentherapie bei Tendinitis ist je nach Versicherungsstatus unterschiedlich geregelt. Private Krankenversicherungen und Beihilfestellen übernehmen die Kosten in der Regel vollständig, da die Methode als wirksame Heilbehandlung anerkannt ist. Für gesetzlich versicherte Patienten handelt es sich meist um eine individuelle Gesundheitsleistung (IGeL), die privat liquidiert wird. Es gibt jedoch Ausnahmen, wie etwa beim Fersenschmerz, bei denen auch gesetzliche Kassen unter bestimmten Bedingungen die Kosten tragen. Eine individuelle Rücksprache mit der jeweiligen Versicherung vor Behandlungsbeginn ist daher immer empfehlenswert.

Möchten Sie Ihre Sehnenentzündung endlich nachhaltig behandeln? Das Team im Stoßwellenzentrum NRW berät Sie umfassend zu Ihren Möglichkeiten und erstellt einen individuellen Therapieplan für Sie. Wir unterstützen Sie gerne bei der Kommunikation mit Ihrer Krankenkasse und stellen alle notwendigen Unterlagen bereit. Nehmen Sie jetzt Kontakt zu uns auf!

Fazit

Eine Tendinitis muss nicht zwangsläufig zu einer monatelangen Sportpause oder einer Operation führen. Die Stoßwellentherapie im Stoßwellenzentrum NRW bietet eine wissenschaftlich fundierte und schonende Lösung, um Sehnenbeschwerden effektiv zu lindern. Durch die gezielte Stimulation der Selbstheilungskräfte wird die Regeneration des Gewebes dort gefördert, wo herkömmliche Methoden oft versagen. Setzen Sie auf moderne Technik und fachliche Kompetenz, um schnell wieder schmerzfrei und aktiv durch das Leben zu gehen. Melden Sie sich gerne bei uns – wir sind für Sie da!

FAQ

Welche Therapie hilft am besten bei Tendinitis?

Die optimale Therapie bei Tendinitis kombiniert meist die Entlastung des betroffenen Areals mit gezielten physiotherapeutischen Übungen zur Stärkung der Sehne. Ergänzend dazu hat sich die extrakorporale Stoßwellentherapie als hocheffektiv erwiesen, um die biologische Regeneration des Gewebes aktiv zu fördern. Sie stellt eine schonende und moderne Alternative zu invasiven Eingriffen oder langwierigen medikamentösen Behandlungen dar.

Wie unterstützt die Stoßwellentherapie die Heilung bei Tendinitis?

Die Stoßwellentherapie sendet hochenergetische Schallwellen direkt in das entzündete Sehnengewebe, wodurch mechanische Reize auf zellulärer Ebene entstehen. Diese Impulse regen die Durchblutung massiv an und fördern die Ausschüttung von Wachstumsfaktoren, die für die Gewebereparatur essenziell sind. Dadurch wird der Heilungsprozess beschleunigt, Schmerzrezeptoren werden desensibilisiert und die Belastbarkeit der Sehne wird nachhaltig und ohne Operation deutlich verbessert.

Wie viele Sitzungen sind bei Sehnenentzündungen notwendig?

Die Anzahl der erforderlichen Sitzungen bei einer Tendinitis hängt individuell vom Schweregrad und der Chronizität der Entzündung ab. In der Regel erzielen Patienten bereits nach drei bis fünf Behandlungen eine signifikante Schmerzlinderung und Funktionsverbesserung. Die Termine finden üblicherweise im Abstand von einer Woche statt, um dem Gewebe ausreichend Zeit für die durch die Impulse ausgelösten Regenerationsprozesse zu geben.

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Autor: Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie - Sandro Meider

Sandro Meider studierte Humanmedizin an der Universität zu Köln und spezialisierte sich danach auf die Bereiche Orthopädie und Unfallchirurgie. Nach seiner Facharztausbildung und diversen Stationen in Kliniken und Fachpraxen erhielt er 2010 die Anerkennung als Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie. Seit 2011 ist er niedergelassener Arzt an der Facharztklinik LINKS VOM RHEIN in Köln. Sein Spezialgebiet ist die Stoßwellentherapie, die er nutzt, um seinen Patienten nicht-invasiv zu wieder mehr Beweglichkeit und Lebensqualität zu verhelfen. Als Hobbysportler (Tennis, Volleyball, Golf und Ski) weiß er, wie wichtig schmerzfreie Beweglichkeit beim Sport ist.

Kontakt / Online Termin

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